Die ´Pferdeklinik Altforweiler´ bietet neben der Diagnostik auch die Therapie (z.B. Cardioversion) von Herzerkrankungen. Neben der Abklärung von Herzgeräuschen werden auch Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) untersucht. Diese müssen in Verbindung mit der klinischen Symptomatik des Pferdes richtig eingeschätzt und gedeutet werden, denn Pferde leiden häufig an Herzklappeninsuffizienzen und nicht alle führen automatisch zu einer klinisch manifesten Erkrankung. Auch Erkrankungen der Gefäße kommen beim Pferd vor. So sind Jugularvenenentzündungen oder Thrombosen der Aorta im Bereich des Beckens klar diagnostizierbar. In der ´Pferdeklinik Altforweiler´stehen hierfür die neuesten Geräte zur Verfügung:
- EKG (in Ruhe)
- EKG (24hEKG, auch zur Überwachung von Intensivpatienten)
- EKG (Belastungs-EKG)
- Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echocardiographie) mit Doppler, etc.
- Ultraschalluntersuchung der betroffenen Gefäße
Die Chiropraktik dient der Erhaltung oder Wiederherstellung der physiologischen Funktion aller Gelenke des Körpers mit besonderem Augenmerk auf die Wirbelsäule. Im Vordergrund steht, die neurologisch-biomechanische Integrität zu optimieren, d.h. das bestmögliche Zusammenwirken von Nervensystem und Bewegungsapparat zu ermöglichen. Der Körper wird angeregt, die angeborene Fähigkeit zur Selbstheilung optimal zu nutzen. Ziel einer Behandlung ist ein optimierter Gesundheitszustand des gesamten Körpers. Die Chiropraktik stellt jedoch keinen Ersatz für eine fundierte schulmedizinische Grundversorgung oder eine korrekt durchgeführte Lahmheitsdiagnostik dar, sondern muss im sinnvollen Einklang mit diesen angewandt werden.
Das Chirurgische Spektrum der ´Pferdeklinik Altforweiler´ umfasst alle gängigen Operationen inklusive der Kolikchirurgie.
| Abdominalchirurgie |
Die Abdominal- oder Visceralchirurgie (viscera (lat.); Eingeweide) umfasst die operative Versorgung der Bauch- und Beckeneingeweide, wie Milz, Leber, Harn- und Geschlechtsapparat. Im Vordergrund stehen jedoch die Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (siehe Kolikchirurgie). Bei eng gestellten Indikationen können auch minimalinvasive chirurgische Methoden (Laparoskopie) angeboten werden. |
| Allgemeine Chirurgie |
Neben der Abdominal- und orthopädischen Chirurgie umfasst die Allgemeine Chirurgie alle weiteren weichteilchirurgischen Eingriffe (Wundversorgungen, Tumorentfernung, u.a.). |
| Arthroskopien |
Die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) ist ein minimalinvasives Verfahren zur Diagnostik und Therapie orthopädischer Funktionsstörungen. |
| Blasensteinentfernung |
Siehe Abdominalchirurgie |
| Chip-OP (OCD) |
Siehe Arthroskopien |
| Kastration |
Die Kastration des Hengstes in Allgemeinnarkose ist eine schonende und risikoarme Operationstechnik, welcher im Vergleich zur Kastration am stehenden Patienten der Vorzug zu geben ist, da die Kastrationswunden primär verschlossen werden. Dies gilt im Besonderen für Pferde ab einem Alter von 3 Jahren, um das Risiko eines Darmvorfalls zu minimieren.
Die Kastration in Vollnarkose ist bei sogenannten Kryptorchiden (Klopphengsten) unabdingbar, da der Abstieg eines oder beider Hoden aus der Bauchhöhle in den Hodensack nicht vollständig erfolgt ist. |
| Kehlkopfchirurgie |
Siehe Allgemeine Chirurgie |
| Kolikchirurgie (Abdominalchirurgie) |
Die Kolikchirurgie wird aufgrund des hohen personellen und technischen Aufwandes nur von wenigen Pferdekliniken angeboten, gleichwohl sie in vielen Fällen die einzige Rettung des Patienten darstellt. Entscheidend über Erfolg oder Misserfolg einer kolikchirurgischen Versorgung sind verschiedene Faktoren; allen voran jedoch die reibungslose Zusammenarbeit zwischen überweisenden Kollegen und der Überweisungsklinik sowie eine schnelle und zielgerichtete Diagnosestellung und Therapieeinleitung.
Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit unseren überweisenden Kollegen und der daraus resultierenden rechtzeitigen Versorgung des Kolikpatienten ist eine hohe Erfolgsquote dieser Therapiemethode möglich geworden. Unterstützt wird dies durch die präzise Diagnostik inklusive Ultraschalluntersuchung des Bauchraums (Abdominalultraschall) vor kolikchirurgischer Behandlung. Die meisten Pferde erreichen nach einer rechtzeitig eingeleiteten Kolikoperation im Laufe von wenigen Wochen wieder die vorherige Leistungsperformance und können zum sportlichen Einsatz zurückkehren.
Bitte beachten Sie zu diesem Thema auch unser Merkblatt "Kolik – ein gefürchteter Notfall"! |
| Osteosynthesen |
Unter bestimmten Voraussetzungen ist es notwendig und sinnvoll, Frakturen (Knochenbrüche) beim Pferd operativ zu versorgen. Ziel ist die Wiederherstellung der physiologischen Achsen- und Gelenksstellung. Hierzu werden geeignete Implantate wie Knochenschrauben oder -platten aus chirurgischem Stahl verwendet. Auch Pferde mit Knochenfehlstellungen oder Gelenkversteifungen (Arthrodesen) können mit Hilfe der Osteosynthese erfolgreich behandelt werden. |
| Ovariektomie |
Die Entfernung der Eierstöcke bei der Stute (Ovariektomie) ist z.B. bei tumorösen Veränderungen indiziert. |